Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Start Projekte GRIPS – kompetent im Alter Ein Ehrenamt mit Zukunft

Ein Ehrenamt mit Zukunft

Die Hessische Allgemeine (HNA) berichtete in ihrer Ausgabe am 2. Dezember 2010:

"Zehn neue „Grips-Trainer" unterstützen Senioren beim selbstständigen Leben

KASSEL. Für Katharina Basse aus der Nordstadt war dieser Montag ein Glückstag. Morgens bekam die 20-jährige Ergotherapeutin nach 70 Bewerbungen endlich eine Zusage für eine Arbeitsstelle in Winterberg; am Abend nahm sie mit neun anderen Teilnehmern ihr Zertifikat zur Trainerausbildung „Selbstständig im Alter" entgegen. Zum vierten Mal organisierten das Referat für Altenarbeit und das Seniorenreferat der Evangelischen Kirche in Kooperation im Rahmen des Projekts „Grips - kompetent im Alter" eine 48-stündige Intensiv-Qualifizierung für interessierte Ehrenamtliche. Jetzt wurde die Übergabe der Zertifikate im Gemeindehaus der Evangelischen Zionskirche gefeiert. Mit den frischgebackenen Absolventen sind seit Start des Projektes vor drei Jahren nun insgesamt 58 ausgebildete „Grips-Trainer" in Kassel tätig.

"Stolze Helfer: Das Grips-Zertifikat wurde am Montag zum vierten Mal in Kassel an frischgebackene
Trainerinnen verliehen. Mittendrin zeigt die mit 20 Jahren jüngste Teilnehmerin, Katharina Bässe
(Dritte von rechts), ihre Urkunde.

Foto: Finauer"

 

 

Ziel der Ausbildung ist es, im eigenen Wohnviertel eine wöchentliche Gruppe für Senioren ab 75 Jahren anzubieten, die nach den Erfolgsstrukturen der Nürnberger SimA-Akademie arbeitet. Diese fand in Studien heraus, wie man fit ins hohe Alter kommt. Dazu werden die drei Säulen Gedächtnistraining, psychomotorisches Training und Kompetenz für den Alltag mit Übungen und Trainingseinheiten bei den Gruppenstunden immer wieder gestärkt. „Die Selbstständigkeit für das Leben bei älteren Menschen kann damit bis zu fünf Jahren verlängert werden", weiß Mario Wiegel vom Seniorenreferat der Evangelischen Kirche Kassel. Der Sozialgerontologe hat selbst die Ausbildung zum „Grips-Trainer" abgeschlossen. Sein Resümee: „Tolle Sache, auch für einen persönlich, denn das Thema Lebensqualität im Alter  steht bei jedem irgendwann an." Mittlerweile gibt es 26 Grips-Gruppen in allen Stadtbezirken Kassels. Tendenz steigend. Weil die Menschen immer älter werden und trotzdem möglichst lange selbst ständig in vertrauter Umgebung leben wollen, braucht es Treffpunkte wie die Grips Gruppen. „Es ist ein Ehrenamt mit Zukunft", lobte Dr. Gabi Oefher vom Gesundheitsamt Kassel die Teilnehmer in ihrer Gastrede, (pgf)
Kontakt: Referat für Altenarbeit der Stadt Kassel, Nina Hesemeier, Tel. 787-5024."

Orginal  HNA-Zeitungsartikel