Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Start Projekte GRIPS – kompetent im Alter Raus aus der sozialen Isolation

Raus aus der sozialen Isolation

Artikel vom 7. Juli 2010, übernommen aus der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (HNA)

Raus aus der sozialen Isolation

Frisch gebackene Trainer für Selbstständigkeit im Alter sorgen für neue Kontakte

KASSEL. Insgesamt 16 Teilnehmer haben jetzt ihre Ausbildungzum Trainer „Selbstständig im Alter" abgeschlossen. Es fand im Rahmen des Projekts „Grips - kompetent ins Alter" statt. Mit dem Projekt bietet das Referat für Altenarbeit zusammen mit dem Seniorenreferat der evangelischen Kirche älteren Menschen in verschiedenen Stadtteilen ein Training, das die geistigen und körperlichen Leistungen verbessern soll.

Das Projekt basiert auf dem Programm SimA (Selbstständig im Alter), das an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt wurde.

„SimA ist eine spezielle Methode zur Schulung von geistigen, motorischen und lebenspraktischen Fähigkeiten im Alter", erklärt Angelika Trilling, Leiterin des Referats für Altenarbeit der Stadt. Gemeinsam mit Mario Wiegel vom Seniorenreferat der evangelischen Kirche Kassel ist sie für das mittlerweile dritte Grips- Projekt verantwortlich. Am Montag erhielten die frisch gebackenen SimA-Trainer ihre Zertifikate im Gemeindehaus der evangelischen Lukasgemeinde von Sportamts-Leiterin Dr. Andrea Fröhlich und Gabriele Heppner- Knoche, der stellvertretenden Dekanin des Stadtkirchenkreises. Nach ihrer Qualifizierung dürfen die SimA-Trainer in ihrem Umfeld Gruppentreffen veranstalten und ihr Wissen an Interessierte weitergeben. „Das Gruppenangebot steht allen Menschen kostenfrei zur Verfügung", sagt Trilling. Die Trainer, die jeweils zu zweit eine Gruppe leiten, arbeiten ehrenamtlich. Mehr als 200 Menschen in 19 Gruppen nutzen das Angebot in Kassel bereits. Neben einer Verbesserung der Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung eröffnet das Projekt für die Aktiven die Möglichkeit, neue Kontakte in ihren Stadtteilen zu knüpfen. Das haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt. Für die Projektleiterin ist das gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft ein wichtiger Punkt. Denn mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Alleinstehenden und damit das Risiko des sozialen Rückzugs und der Isolation. „Mit dem Projekt wollen wir Menschen erreichen, die sich von den herkömmlichen Lernangeboten, etwa an Einrichtungen der Erwachsenenbildung, in Institutionen der offenen Altenarbeit oder bei den Präventionsprogrammen der Krankenkassen, wenig angesprochen fühlen", erklärt Trilling. (pmk)