Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Start Presse 2006

Presse 2006

Muss man sich aufs Alter vorbereiten?

Muss man sich aufs Alter vorbereiten?

Ja, unbedingt, findet Mario Wiegel vom Seniorenreferat der Evangelischen Kirche in Kassel. Drei Fragen an den Diakon und Sozialgerontologen:

Bedeutet Altsein heute etwas anderes als früher?

Wiegel: Ja, in mehrfacher Hinsicht. Die Lebensphase, die wir Alter nennen, hat sich während der letzten Jahrzehnte nach hinten verlängert durch die ständig steigende individuelle Lebenszeit. Der Beginn des Al­ters wurde ideologisch (durch Wirtschaft, Werbung, Lifestyle etc.) eben­falls nach hinten verschoben, faktisch hingegen - durch die frühzeitige Ausgliederung der Menschen aus dem Erwerbsleben - nach vorn.

Bereits zwei Drittel der 55- bis 65-Jährigen sind nicht (mehr) er­werbstätig. Das hat eine längere Altersphase zur Folge, die bei den meis­ten Menschen im Gegensatz zu früher gekennzeichnet ist von besserer Gesundheit, höherer Mobilität, umfassenderer Bildung und - derzeit noch -von materieller Absicherung bis hin zum Wohlstand. Problema­tisch ist, dass sich die Familienverbünde im Alltag auflösen, die Familien­mitglieder über das gesamte Bundesgebiet und darüber hinaus verstreut leben. Altsein heute bedeutet für viele Menschen ein großer räumlicher Abstand zu Kindern und Enkelkindern, gleichzeitig viele Möglichkeiten und Chancen, die eigenen Ressourcen und Kompetenzen in die Gesell­schaft einzubringen.

 

Was wird aus Kassel?

HNA, 23. November 2006

Was wird aus Kassel?

Von Peter Ketteritzsch

kassel. Wenn man nicht so recht weiterweiß, tröstet oft der Blick zurück. 216 000 Einwohner hatte Kassel 1939, nach dem Krieg waren es nur noch 71 000. Diese Zahlen stehen in der Broschüre der Stadt Kassel zur Zukunftskonferenz, bei der Kommunalpolitiker, Vertreter aus Wirtschaft, von Vereinen, Verbänden und wohltätigen Organisationen am kommenden Wochenende ergründen wollen, wie die Stadt mit dem unabwendbaren Bevölkerungsschwund und seinen Folgen umgehen will. Man habe „schon größere Änderungen gemeinsam gemeistert“, heißt es in dem Hochglanzdruck in Anspielung auf die Folgen des Weltkriegsinfernos.

 

Couch oder Cabrio?

HNA, 8. April 2006

Couch oder Cabrio?

  • Kirche bietet Seminare für Ruheständler und befragt 1250 Niederzwehrener ab 55 (von Angelika Kleinhenz)

KASSEL. Viele fallen in ein schwarzes Loch. Beim Eintritt in den Ruhestand ändert sich das eigene Leben oft schlagartig. „Das Leben nach dem Beruf - Herausforderung und Chance“ heißt deshalb eine Veranstaltungsreihe der evangelischen Kirchengemeinden Lukas und Matthäus in Kassel-Niederzwehren.

 

Ruheständler wollen gemeinsam reisen

HNA, 24. April 2006

Ruheständler wollen gemeinsam reisen

  • Kirche befragt Niederzwehrener ab 55 zu ihren Wünschen für den Stadtteil - erste Ergebnisse

Kassel. „Endlich einmal jemand, der sich um unsere Belange kümmert” - Die
Idee des Evangelischen Stadtkirchenkreises kam gut an: „Wir haben 1536
Fragebögen an Gemeindemitglieder zwischen 55 und 70 Jahren versandt und sie
zu ihren Wünschen für den Stadtteil befragt”, erzählt Mario Wiegel, Leiter
des Seniorenreferats.

 

Drei Fragen

HNA, 28. April 2006

Drei Fragen

  • In Würde altern - Diskussionsrunde der evangelischen Kirche

100 Gäste der evangelischen Kirche Niederzwehren haben über das Thema "Das Leben nach dem Beruf - Herausforderung und Chance" diskutiert. Nach dem Forum im Gemeindehaus der Matthäusgemeinde sprachen wir mit Mario Wiegel, Leiter des Seniorenreferats.

 

Kassel bereitet sich auf demographischen Wandel vor

Kassel, 30. Mai 2006 (epd)

Kassel bereitet sich auf demographischen Wandel vor

Gemeinsam mit Kirchen, Gewerkschaften, Betrieben, der Universität und anderen Einrichtungen will sich die Stadt Kassel in den kommenden Jahren den Auswirkungen des demographischen Wandels stellen. "Dieser Wandel berührt alle gesellschaftlichen Gruppen", sagte der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Montag bei der Vorstellung eines Strategiepapieres.

 

Ruheständler schreiben E-Mails

HNA, 07. Juni 2006

Ruheständler schreiben E-Mails an Ihre Enkel

  • Neue Angebote der evangelischen Kirche in Niederzwehren - Ergebnisse einer Umfrage im Stadtteil mit 1250 Fragebogen

KASSEL „Wenn Gott nicht in Rente schickt, so sollten wir das auch nicht tun", sagte Mario Wiegel zu den 40 Niederzwehrenern im Alter von 55 bis 75 Jahren. Sie alle waren gespannt auf die Ergebnisse der Umfrage zum Thema „Älterwerden in Niederzwehren".

 

 

Junge Stadt ergraut allmählich

HNA, 25. Juli 2006

Junge Stadt ergraut allmählich

  • In 15 Jahren wird Kassel jünger sein als die Nachbarstadt Baunatal

Von Frank Thonicke

Baunatal. Beschäftigt man sich mit der demografischen Entwicklung in Nordhessen (weniger Menschen, die immer älter werden), so findet man oft genug erstaunliche Ergebnisse. Eines davon ist, dass in Zukunft Kassels Umlandsgemeinden einen deutlich höheren Anteil von alten Menschen haben wird als die Stadt selbst. Darauf weist der Kasseler Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Fred Karl hin. Karl ist Leiter des Projekts "Älterwerden in Schauenburg", mit dem die Folgen der Überalterung in einer Gemeinde gemeistert werden sollen.

 

Altentreff im Kindergarten

HNA, 21. Oktober 2006

Altentreff im Kindergarten

  • Prognose im Regionalplan 2006: Zahl der über 75-Jährigen in der Region steigt stark

Von Ulrich Mendelin

VELLMAR/AHNATAL/FULDATAL. Als „junge Stadt mit Tradition" wirbt Vellmar für sich im Internet. Doch die junge Stadt wird älter. Nach einer Prognose im Entwurf des Regionalplanes Nordhessen 2006 steigen die Zahlen der Einwohner ab 75 Jahre in den nächsten anderthalb Jahr­zehnten stark an (siehe Grafik).

 

Bevölkerung schrumpft weiter und vergreist

Statistik: Bevölkerung schrumpft weiter und vergreist


Das Statistische Bundesamt präsentiert Modellrechnungen zur Entwicklung der Bevölkerungszahl in Deutschland bis 2050.
Berlin (dpa) - Die Bevölkerung in Deutschland wird bis 2050 weiter schrumpfen und vergreisen. Dann dürfte es ungefähr doppelt so viele 60-Jährige geben wie Neugeborene. Derzeit ist deren Zahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in etwa ausglichen.

 

Im Alter fängt das Leben an

HNA, 8. November 2006

Im Alter fängt das Leben an

Stadtteilbüro "Älter werden 50 plus Harleshausen" erhält einen Förderpreis

Von Agathe Markiewicz

Harleshausen. "Älter werden ist ein großes Stück Arbeit - man kann nicht früh genug damit anfangen", sagt Ilse Wienold vom Stadtteilbüro "Älter werden 50 plus Harleshausen." Sie ist eine von 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Stadtteilbüros. Das Ziel ihrer Arbeit sei es, Menschen über 50 Jahren ein erfülltes Älterwerden zu ermöglichen, sagt Wienold. Denn gerade nach dem Abschied aus dem Berufsleben oder, wenn die erwachsenen Kinder aus dem Haus sind, heißt es für viele, das eigene Leben zu überdenken und neu auszufüllen.

 

Zukunftskonferenz

HNA, 8. November 2006

Zukunftskonferenz

Kommentar von Peter Ketteritzsch: Der Titel der zweitägigen Veranstaltung im Kasseler Rathaus klingt pompös. Wer glaubt, dass an deren Ende konkrete Projekte stehen werden, die die Alterung der Fuldastadt erträglicher machen können, wird sehr wahrscheinlich enttäuscht. So viel darf man allerdings auch nicht erwarten. Die Zukunftskonferenz kann nur der erste von wahrscheinlich tausend notwendigen Schritten sein.