Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Presse 2008

Caritas-Initiative

IG-MICK begrüßt Caritas-Initiative zum Mindestlohn in der Pflegebranche

Die Interessensgemeinschaft der Mitarbeiter in Caritas und Kirche (IG-MICK) begrüßt, dass erstmalig Dienstgebervertreter und Mitarbeitervertreter einer Tarifkommission der Caritas gemeinsam einen Antrag auf Mindestlohn in der Pflegebranche beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellen. Sie erwartet dringend, dass sich weitere Kommissionen dem Anliegen anschließen.

Die Regionalkommission Baden-Württemberg der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes brachte diese Woche ihren Antrag auf den Weg, beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin die Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes (AVR-Caritas) in Baden-Württemberg über das Entsendegesetz für Pflegehilfskräfte und für pflegenahe Servicedienste für allgemeinverbindlich  erklären zu lassen.

IG-MICK hält es für dringend erforderlich, dass das Lohndumping im Pflegebereich gestoppt wird. Sowohl Pflegebedürftige und Pflegende als auch Hilfskräfte in diesem Bereich sind vor negativen Marktmechanismen zu schützen. Menschenwürdige Pflege ist ein Gut, das der reinen Marktlogik nicht ausgesetzt werden darf. IG-MICK hält die Aufnahme der Pflegebranche ins Entsendegesetz und die Erklärung des Caritas-Tarifes für den allgemeinverbindlichen Mindestlohn in diesem Bereich für geeignet, um dem unwürdigen Lohndumping in der Pflege und dem Wettbewerb über die Gehälter im unteren Lohnsegment Einhalt zu gebieten.

Mitteilung zum download

 

Generationenübergreifend denken

Generationenübergreifend denken, neue Perspektiven gewinnen

Wie können „nachhaltige Beziehungen" zwischen den verschiedenen Lebensaltern entstehen? Wo müssen wir umdenken und in welche Richtung? Ein Gespräch mit Mario Wiegel vom Seniorenreferat der Evangelischen Kirche in Kassel

blick in die kirche: Das Thema Generationen" ist zurzeit in aller Munde. Warum ist das ei­gentlich so?


Mario Wiegel:

ich glaube, niemand kann Ihnen diese Frage abschließend beantworten. Ich will zwei Schlag­lichter darauf wer­fen: Zunächst ver­mute ich einen Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Bedeutungsverlust der Famili­enverbände in vertikaler Ausrichtung. Obwohl - nach neueren Untersuchungen - die Familie ideell wieder an Bedeutung gewinnt, verliert sie durch die Wanderungsbewegungen der jügeren Arbeitnehmer in die wirtschaftlich star­ken Ballungsräume faktisch ihre Bedeutung als soziales Netzwerk.

Zum anderen denke ich, weil der Begriff einfach inflationär gebraucht wird. Während die Soziologie differenziert zwischen histo­rischen, gesellschaftlichen und familialen Gene­rationen, füllt ihn ansonsten jeder wie er will.

 

Was, deine Oma mailt dir

HNA Freitag, 18.07

 

Was, deine Oma mailt dir?

Adelheid Meyer-Spelbrink ist 86 und kann mit Computer, Handy und Scanner umgehen

Von Yvonne Albrecht

Kassel. "Im Augenblick gehe ich über Funk ins Internet, jetzt möchte ich aber ein Kabel legen lassen", sagt Adelheid Meyer-Spelbrink. Sie sitzt im Computerraum des Karl-Bachmann-Hauses vor einem PC. Die Rentnerin ist 86 Jahre alt und damit die älteste Teilnehmerin des Computerkurses für Senioren, der von der evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Wolfsanger und dem Seniorenreferat des Stadtkirchenkreises organisiert wird. "Wir halten den Computerkurs 55 plus für ein zeitgemäßes Seniorenangebot", sagt Projektleiter Sebastian Spieker. Es solle darum gehen, den Senioren eine Kompetenz im Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln und somit zu einer besseren Lebensbewältigung beitragen.

 

Tag der älteren Generation

Mehr Mitgestaltung durch ältere Menschen

Zum „Tag der älteren Generation“ am 2. April

Eine aus der Kasseler Zukunftskonferenz im Forum „Projekte aus der Stadtgesellschaft“ hervorgegangene Initiativgruppe hat sich interdisziplinär als "Netzwerk aktives Alter in Kassel“ gebildet. Darin arbeiten seit der Zukunftskonferenz der Stadt Kassel im September 2007 mehrere Einzelpersonen aus unterschiedlichen Lebensbereichen zusammen. „Es ist eine für weitere Mitstreiter offene Denkwerkstatt für konstruktive Modelle des Älterwerdens und für entsprechende kommunale Handlungsanstöße“, sind sich alle bisherigen Mitglieder einig. 

 

BAGSO

 Pressemitteilung 4/2008

Bonn (BAGSO), 2.4.2008

Memorandum „Mitgestalten und Mitentscheiden“ an Bundes­ministerin von der Leyen überreicht

„Mit dem demografischen Wandel ändert sich die Altersstruktur in Deutschland nachhaltig. Immer mehr Städte, Kreise und Gemeinden planen ihre Zukunft als generationengerechte Kommune. Die vielfältigen Herausforderungen sind leichter zu lösen, wenn ältere Menschen mehr als bisher ihr Wissen und Können einbringen“, betonte die Ehrenvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), Roswitha Verhülsdonk, bei der Übergabe des Memorandums „Mitgestalten und Mitentscheiden – Ältere Menschen in Kommunen“ an Bundesseniorenministerin Ursula von der Leyen am 2. April in Berlin.