Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Start Presse 2010

Presse 2010

Ein Ehrenamt mit Zukunft

Die Hessische Allgemeine (HNA) berichtete in ihrer Ausgabe am 2. Dezember 2010:

"Zehn neue „Grips-Trainer" unterstützen Senioren beim selbstständigen Leben

KASSEL. Für Katharina Basse aus der Nordstadt war dieser Montag ein Glückstag. Morgens bekam die 20-jährige Ergotherapeutin nach 70 Bewerbungen endlich eine Zusage für eine Arbeitsstelle in Winterberg; am Abend nahm sie mit neun anderen Teilnehmern ihr Zertifikat zur Trainerausbildung „Selbstständig im Alter" entgegen. Zum vierten Mal organisierten das Referat für Altenarbeit und das Seniorenreferat der Evangelischen Kirche in Kooperation im Rahmen des Projekts „Grips - kompetent im Alter" eine 48-stündige Intensiv-Qualifizierung für interessierte Ehrenamtliche. Jetzt wurde die Übergabe der Zertifikate im Gemeindehaus der Evangelischen Zionskirche gefeiert. Mit den frischgebackenen Absolventen sind seit Start des Projektes vor drei Jahren nun insgesamt 58 ausgebildete „Grips-Trainer" in Kassel tätig.

"Stolze Helfer: Das Grips-Zertifikat wurde am Montag zum vierten Mal in Kassel an frischgebackene
Trainerinnen verliehen. Mittendrin zeigt die mit 20 Jahren jüngste Teilnehmerin, Katharina Bässe
(Dritte von rechts), ihre Urkunde.

Foto: Finauer"

 

 

 

Männer altern anders als Frauen

HNA, 22.03.10

Alt werden ist in der Event-Gesellschaft schwieriger geworden, sagt Altersforscher Mario Wiegel im Interview

„Männer altern anders als Frauen“

Ruhestand sieht anders aus, als er in vielen medialen Bildern vermittelt wird. Warum die Zeit nach dem Arbeitsleben meist wenig mit Sonnenliegen am Mittelmeer zu tun hat und warum es heutzutage schwerer ist, alt zu werden, das beantwortet der Kasseler Gerontologe (Altersforscher) Mario Wiegel im Interview.

Was macht es für viele so schwer, sich auf den Ruhestand einzulassen?

Mario Wiegel: Älter werden ist schwerer als früher. Das goldene Rentenzeitalter ist vorbei, und die weiße Flotte an die Costa del Sol gibt es nicht mehr. In der Event-Gesellschaft, in der wir leben, wird uns täglich gezeigt, wie wichtig Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ist. Das setzt alte Menschen unter Druck: Sie wissen nicht, was sie tun sollen, vielen fehlt das Geld. Es folgen soziale Verwahrlosung und Sinnkrisen.

 

Bei Senioren bleibt der Computer meist aus

03.11.2010 17:41, Heise.de

Bei Senioren bleibt der Computer meist aus

Nur jeder dritte Deutsche im Alter von über 65 Jahren ist im Internet angekommen – jetzt wollen Bundesregierung und Wirtschaft mehr dafür tun, auch die älteren Menschen ins Netz zu holen. Das sei nicht zuletzt eine Frage der gesellschaftlichen Teilhabe, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch in Berlin. Gemeinsam mit dem Fachverband Bitkom stellte Aigner eine Studie vor, wonach nur 32 Prozent der über 65-Jährigen das Internet nutzen – verglichen mit 71 Prozent der Gesamtbevölkerung.

"Der Grund, warum man das Internet nicht nutzt, ist das mangelnde Vertrauen ins Netz. Da müssen wir daran arbeiten", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. In der Erhebung des Verbands mit den Instituten Forsa und Aris auf der Basis von 1000 Befragten gaben 58 Prozent an, sie könnten sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. Bei Menschen über 65 Jahren sind das aber nur zehn Prozent.

 

Mit Spaß trainieren und viel lachen

Mit dem Projekt „Grips“ kompetent ins Alter und länger selbständig bleiben

von Irene Graefe- Blick in die Kirche 06/2010

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Ein fröhliches Auge npaar blitzt hinter ihrer magentafarbenen Brille: „Es macht einfach Spaß!“, sagt Ursula Jögel und meint damit ihre wöchentliche Teilnahme und ihre „Hausaufgaben“ für die G rips-Gruppe. Die 65-Jährige gehört zu den über 200 Menschen in der Stadt, die sich geistig und körperlich in den überkonfessionellen Gruppen „Grips – kompetent ins Alter“ fit halten.

Eine fitte Grips-Gruppe: (v. l.) Ilse Scholz, Marlene Albrecht, Ilse Röse, Ursula Jögel, Anna-Maria Nolte, Elke Püschel-Braun und Elisabeth Hatterscheid (es fehlen: Karoline Henze und Elisabeth Möller)

Das gemeinsame Angebot vom Seniorenreferat des evangelischen Stadtkirchenkreises und des Referats für Altenarbeit der Stadt Kassel findet seit seinem Start im Oktober 2008 großen Zulauf.
 

GWH Pressespiegel

Orginal Artikel zu GWH unterstützt Grips bitte anklicken:

 

Rente mit 70

Experten erwarten Rente mit 70

vom 31.05.2010 | jdc mit dpa-AFX


Die Rente mit 70 ist nach Experten-Ansicht unausweichlich. "Das ist schlicht die bittere Wahrheit", sagte der Präsident des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Klaus Zimmermann der, "Saarbrücker Zeitung". Die EU-Kommission hat den Mitgliedsländern empfohlen, die Lebensarbeitszeit schrittweise bis 2060 auf 70 Jahre anzuheben. "Das wird viel früher kommen", prophezeite Zimmermann, "schon deshalb, weil die Lebenszeit sich ständig erhöht und die Menschen das sehr gesund erleben." Auf der anderen Seite würden die Kosten für das Rentensystem so stark steigen, dass sie nicht mehr durch das soziale Sicherungssystem getragen werden könnten. Das Jahr 2060 sei für die Rente mit 70 viel zu spät.

 

Gemeindegroschen

Gemeindegroschen: Bildung steht im Mittelpunkt

Kassel, 19. Mai 2010. Die Aktion Gemeindegroschen 2010 der Evangelischen Kirche in Kassel läuft jetzt an. In dieser Woche werden die Spendenbriefe an alle evangelische Haushalte versandt. Die Spendenaktion stellt in diesem Jahr Bildungsangebote in den Mittelpunkt.

„Bildungsangebote gibt es in verschiedenen Einrichtungen und Kirchenge-meinden der evangelischen Kirche in Kassel“, sagt Barbara Heinrich, Dekanin des Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel. Die Angebote der Evangelischen Familienbildungsstätte seien beispielsweise auf Familien zugeschnit-ten. „In Kursen und Gruppen werden Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt. Spielkreise, Elternabende gehören ebenso zum Programm wie Nähkurse, Exkursionen und Bewegungsprogramme“, so Heinrich weiter.

 

Kasseler Kirchen bitten um Geld

Gläubige bekommen Post: Katholiken sollen Kirchgeld bezahlen, Protestanten spenden

Kasseler Kirchen bitten um Geld

20.05.2010,Kassel

Kassel. Die evangelische und katholische Kirche in Kassel bitten um finanzielle Unterstützung: Während katholische Gläubige über die Ortskirchensteuer einen finanzielle Beitrag leisten sollen, läuft bei den Protestanten die Aktion Gemeindegroschen.

Dekanin Barbara Heinrich

26  000 Katholiken in der Stadt sind zur Abgabe des Kirchgeldes erfasst. Verschickt werde der Kirchgeldbescheid aber nur an 18 000 Katholiken, teilt die katholische Kirche mit. Arbeitslose und andere ohne eigenes Einkommen seien freigestellt. Die Höhe des jährlichen Kirchgeldes ist einkommensabhängig und liegt zwischen 4,50 Euro und 32 Euro. Grundlage ist das Kirchensteuergesetz.

 

Seniorenbeirat

Seniorenbeirat für Vellmar


Stadtverordnete segnen das Projekt mit Stimmen der SPD und CDU ab
VELLMAR. Mit den Stimmen von SPD und CDU wurde in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung die Satzung für die Bildung eines Seniorenbeirats in Vellmar verabschiedet. Die Vorsitzende des Sozialausschusses, Nadine Lo Vecchio (SPD), hatte zuvor   die   Entscheidung  für einen     Seniorenbeirat    begründet. Hochrechnungen gingen   davon aus,   dass   der Anteil der über 60-Jährigen im Jahr 2020 auf rund 30 Prozent steigen werde.
Karin Wagner (FDP), erklärte, die FDP sei nach vielen Gesprächen zu der Erkenntnis gelangt, dass man in Vellmar keinen Seniorenbeirat brauche. Dank der vielschichtigen Arbeit der Vereine und Verbände,
die man vor Ort habe, fänden die Senioren eine reiche Auswahl, sich zu engagieren.
 

Pressemitteilung

Am Freitag/Samstag, 16./17.4.2010, veranstaltete das Seniorenreferat des Ev. Stadtkirchenkreises Kassel eine Fortbildung für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die Internet-Schulungen für SeniorInnen in den verschiedenen Gemeinden anbieten. Die Veranstaltung mit dem Titel „Schatzkiste Internet“ stieß auf großes Interesse.

 

Oma im Koma

Oma im Koma

Von JOCHEN SCHNEIDER

Bad Arolsen.  Komatrinken ist nicht nur ein Problem unter Jugendlichen. Noch viel dramatischer steigt die Zahl von Krankenhaus-Einweisungen wegen Alkoholmissbrauchs aber bei Senioren an. Allerdings greifen ältere Semester weniger in Gesellschaft zur Flasche, sondern aus Einsamkeit.

Von einem massiven Anstieg bei über 60-Jährigen, die wegen Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus eingewiesen werden, berichtet  Priv.-Doz. Dr. Martin Ohlmeier, Direktor des Ludwig-Noll-Krankenhauses, der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums Kassel. Dort werden auch Suchtkranke therapiert.  An den nordhessischen Standorten der Gesundheit Nordhessen, Klinikum Kassel und den Krankenhäusern in Wolfhagen, Hofgeismar, Bad Arolsen und Helmarshausen sind 2007 noch 266 wegen Alkoholmiss-brauch eingelieferte Senioren behandelt worden, 2008 bereits 367 und 2009 erschreckende 452. Die Zahlen haben sich demnach innerhalb kurzer Zeit fast verdoppelt.

 

Männer altern anders als Frauen

Alt werden ist in der Event-Gesellschaft schwieriger geworden, sagt Altersforscher Mario Wiegel im Interview

„Männer altern anders als Frauen“

Kassel, 22.03.10

Ruhestand sieht anders aus, als er in vielen medialen Bildern vermittelt wird. Warum die Zeit nach dem Arbeitsleben meist wenig mit Sonnenliegen am Mittelmeer zu tun hat und warum es heutzutage schwerer ist, alt zu werden, das beantwortet der Kasseler Gerontologe (Altersforscher) Mario Wiegel im Interview.

Was macht es für viele so schwer, sich auf den Ruhestand einzulassen?

Mario Wiegel: Älter werden ist schwerer als früher. Das goldene Rentenzeitalter ist vorbei, und die weiße Flotte an die Costa del Sol gibt es nicht mehr. In der Event-Gesellschaft, in der wir leben, wird uns täglich gezeigt, wie wichtig Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ist. Das setzt alte Menschen unter Druck: Sie wissen nicht, was sie tun sollen, vielen fehlt das Geld. Es folgen soziale Verwahrlosung und Sinnkrisen.

Wie lässt sich dieses Problem lösen?