Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Start Themen Altenberichte der Bundesregierung Stellungnahme der Bundesregierung

Stellungnahme der Bundesregierung zum 6. Altenbericht

Die Bundesregierung hat am 17.11. 2010 den 6. Altenbericht zur Kenntnis genommen und die vom BMFSFJ erarbeitete Stellungnahme dazu beschlossen. Auf 22 (i. W. zweiundzwanzig) Seiten nimmt das Kabinett also Stellung. Die Gewichtung der im Bericht angesprochenen Themen ist in der Stellungnahme der Regierung eine etwas andere - stellt man den jeweiligen Umfang einer Perspektive im Bericht dem Umfang der zusammen gezogenen Punkte in der Stellungnahme gegenüber (vgl. vorgehenden Post):

Deckblatt und Inhaltsverzeichnis (2 Seiten)
A. Einleitung (5 Seiten)
B. Altersbilder in der Gesellschaft
1. Zivilgesellschaft (1 Seite, im Bericht: 29 Seiten)
2. Arbeitswelt (incl. Personalstrategien der Unternehmen) (2,5 Seiten, im Bericht: 63 Seiten)
3. Medien, Werbung und Konsumverhalten (2 Seiten, im Bericht: 60 Seiten)
4. Bildung, (1,5 Seiten, im Bericht: 23 Seiten)
5. Politik und Recht (1,5 Seiten, im Bericht: 75 Seiten)
6. Gesundheit und Pflege (6 Seiten, im Bericht: 77 Seiten)

Einige Berichtspunkte wurden in der Stellungnahme begrifflich zusammen gezogen, andere finden keine expliziten Entsprechungen: Altersbilder in christlichen Kirchen und Religionen und Individuelle Altersbilder im Lebenslauf z. B.

Auffällig sind die relativ ausführlichen Stellungnahmen zu den Berichtspunkten "Gesundheit und Pflege" und "Bildung" und der sehr knapp gehaltene Abschnitt zu "Politik und Recht"

Bericht und Stellungnahme differieren nicht nur quantitativ im Umfang der behandelten Punkte. Auch qualitativ gibt es - wen wundert es - einige Unterschiede.

Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Im Bericht wird der Begriff der Altersarmut häufig und teilweise sehr nachdrücklich benutzt, wie folgendes Beispiel belegt: "Auch die Kommission leugnet keineswegs die zweifellos vorhandenen demografischen Herausforderungen für die finanzielle Stabilität in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Dies gilt auch für die Alterssicherungspolitik und für die zukünftig vermutlich ansteigende Altersarmut, auf die übrigens bereits die Fünfte Altenberichtskommission hingewiesen hat." (6. Altenbericht, Kap. 13,4 "Zukunft des Alters als neue Gestaltungsaufgabe der Politik", Seite 461 f.)

In der Stellungnahme der Regierung kommt der Begriff der Altersarmut - falls ich ihn nicht doch überlesen habe - nicht vor.

 

Auch hier der Link zum Download