Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Start Themen Computer im Alter Computerkurse für Senioren

„Senioren ins Netz“ (Modellprojekt Jülisch)

„Senioren@ns Netz“ (sächsische Gymnasien)

„50plus-ans-Netz“ (Schirmherrschaft von Ursula von der Leyen, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

und viele andere Initiativen mit ähnlichen Namen haben die Notwendigkeit erkannt, Menschen in der zweiten Lebenshälfte mit dem Internet oder dem World Wide Web vertraut zu machen.

Während Kinder und Jugendliche heutzutage in der Regel völlig selbstverständlich mit diesem Medium aufwachsen, sieht es bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte oft ganz anders aus.

Als der Computer vor ca. einem viertel Jahrhundert als „Homecomputer“ bzw. „Personal-Computer“ seinen Siegeszug begann, war in den meisten Betrieben an den Einsatz solcher Geräte vorerst gar nicht zu denken. Zu unbekannt war – und zu anfällig schien diese neue Technologie für die meisten Betriebe. Es dauerte einige Jahre bis sich die Computer durchsetzten und nur wenige Menschen hatten von Anfang an beruflich mit ihnen zu tun – und privat noch viel weniger.

So ist es zu erklären, dass viele Menschen, die sich heute in der zweiten Lebenshälfte befinden nur relativ wenig direkt mit Computern in Berührung kamen und so einen erhöhten Nachholbedarf haben.

Dieser Nachholbedarf ergibt sich in erster Linie durch eine „Informationsgesellschaft“ in denen Sätze wie „Näheres erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.usw.de“ bzw. „weitere Informationen erhalten Sie unter www.usw.de“ oder „besuchen auch unsere Homepage www.usw.de“ so selbstverständlich sind, dass wir eher verblüfft oder gar verunsichert sind, wenn sie einmal fehlen.

Und das betrifft mittlerweile alle Formen der klassischen Informationsmedien ebenso wie Werbung, Handzettel und oft auch schon Beipackzettel von Medikamenten.

In Kassel hat es sich die Evangelische Kirche zur Aufgabe gemacht, Menschen in der zweiten Lebenshälfte Computerkurse und Computerarbeitskreise anzubieten, in denen diese den Umgang und Einsatz von Computern lernen und üben können.

Das Angebot der Evangelischen Kirche soll einerseits eine bessere aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben ermöglichen und andererseits Treffpunkte bieten, die hoffentlich nicht nur virtuelle Netzwerke generieren.