Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Interview mit Dekanin Barbara Heinrich


"Was hat das Seniorenreferat in Kassel
bisher bewirkt – und wie geht es weiter?

Drei Fragen an die Dekanin des Stadtkirchenkreises, Barbara Heinrich image001.png

Seniorenarbeit findet traditionell in den Kirchengemeinden statt. In Kassel wird sie seit einigen Jahren vom Stadtkirchenkreis unterstützt. Welche neuen Qualitäten hat das zutage gefördert?

Es wurde ein Problembewusstsein dafür geschaffen, wie sich die Spanne des Alters heute ausdifferenziert, von den „jungen Alten" bis zu den Hochbetagten. So sind auch die Pfarrerinnen und Pfarrer dafür sensibilisiert worden, dass sich im Zuge der demographischen Entwicklung andere Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten in der Seniorenarbeit ergeben, die über die klassischen und vertrauten Formen wie Seniorennachmittage oder Fahrten hinausgehen.

Ist es dem Kasseler Seniorenreferat gelungen, die „jungen Alten" als potentielle Ehrenamtliche stärker anzusprechen?

Ganz sicher. Ich denke hier an die Grips-Kurse und die Computerkurse für Senioren, die in vielen Kasseler Gemeinden verankert sind (siehe S. 9, Red.). Hier werden zum einen bei den Kursleitern Kompetenzen abgerufen, die sie aus ihrem Berufsalltag mitbringen. Zum anderen können die Teilnehmer befähigt werden, sich auf einem anderen Sektor freiwillig für die Kirche zu engagieren. Ein Beispiel: Was man im Computerkurs gelernt hat, motiviert dazu, in die Gemeindebriefredaktion einzusteigen und dort an einem professionelleren Auftritt mitzuwirken.

Wie wird es mit dem Seniorenreferat weitergehen, wenn Mario Wiegel im nächsten Jahr in den Ruhestand tritt?

Die Nachfolge Mario Wiegels, der das Arbeitsfeld mit großer Kompetenz hervorragend profiliert hat, wird langfristig vorbereitet. Der Aufgabenbereich ist nach einem langen Diskussionsprozess im Rahmenplan für Jugend- und Gemeindearbeit beschrieben, und dazu hat die Stadtsynode ein klares Ja gefunden. Aufgrund der finanziellen Einschränkungen werden wir die Arbeit nicht weiter ausbauen können, das ginge auf Kosten anderer Bereiche. Aber wir müssen in Zukunft die Möglichkeiten der Vernetzung stärker nutzen. So wie es zum Beispiel schon mit der Familienbildungsstätte praktiziert wird; solche Synergien müssen verstärkt gesucht und gefunden werden, damit man sich gegenseitig stützen und stärken kann."

(Aus: blick in die kirche, Ausgabe 6/2011, Seite 11)