Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Quo Vadis

Kirchenvorstandswahlen - mit 70 zu alt für den Kirchenvorstand?

Die Landessynode der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck ist das höchste Beschlussgremium der Landesksirche, die Mitglieder werden in den Kreissynoden gewählt. Zwei Drittel des Kirchenparlaments sind Laien, ein Drittel Theologen. Die Landessynode hat auf ihrer Tagung im Juni 2012 die Aufhebung der Alterbegrenzung von 70 Jahren beim passiven Wahlrecht abgelehnt. Für die Annahme des Antrags wäre nach der Grundordnung eine Zweidrittelmehrheit erforderlich gewesen - die knapp verfehlt wurde. 

Der nunmehr 1 Jahr alte Beschluss führte seinerzeit zu viel Unverständnis und Ärger, hatten doch schließlich Landeskirche und das Seniorenreferat der Ev. Kirche in Kassel vor einiger Zeit eine Campagne mit zwei Plakaten gestartet, deren Überschriften "Gott schickt nicht in Rente" und "In der Kirche hat jedes Alter Zukunft" auf ein neues Verständis und Bild des Alterns hinzuweisen schienen.

Es erscheint logisch und plausibel, die Rechtmäßigkeit des Beschlusses der Landessynode von einem Gericht überprüfen zu lassen - aber egal wie das Gericht entscheidet, es bleibt die Tatsache das viele Entscheidungsträger den über 70jährigen das passive Wahlrecht lieber vorenthalten wollen.

Als ehrenamtliche Mitarbeiter sind sie natürlich auch weiterhin sehr willkommen (und auch unverzichtber!).

Mal schauen wohin der Weg führt....

 

Link zu Text in Presse 2013

 

http://mariowiegel.blogspot.de/2012/06/dem-allgemeinen-gleichbehandlungsgesetz.html