Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Start Themen Wohnen im Alter Wohngemeinschaft im Brückenhof

Senioren-WG im Grünen

Wohngemeinschaft im Brückenhof

Müssen an Demenz erkrankte Menschen zwangsläufig ins Heim? Zunehmend werden für diese zahlenmäßig wachsende Gruppe neue Wohnformen erprobt. Zum Beispiel das gemeinsam gestaltete Leben in einer Wohngemeinschaft. Die Idee: Bis zu zehn Men­schen mit Demenz wohnen und leben in einer geräu­migen Wohnung, in ihren eigenen vier Wänden, mit großer Wohnküche, einem gemeinsamen Ess- und Wohnzimmerbereich. Eine dieser betreuten Wohn gemeinschaften gibt es seit gut einem Jahr in Kassel-Oberzwehren/Brückenhof. Weitere Alten-WGs sind in Planung: in Helleböhn, in Vellmar und in Baunatal.

WG1.jpg

Die Mietergemeinschaft entscheidet:

Die Mieterinnen und Mieter bilden mit ihren Angehörigen oder Betreuern die Mieterge­meinschaft. Sie entscheiden gemeinsam über Alltagsdinge wie Gestaltung der Gemein­schaftsräume, Anschaf­fungen oder wer als neues Mitglied der Wohngemein­schaft aufgenommen und welcher Pflegedienst beauf­tragt wird. Die Wohngemein­schaft tritt dabei als Auftrag­geber in Erscheinung. Voraussetzung: Es braucht engagierte Angehörige oder Betreuer, die das Leben und Wohnen in einer WG unter­stützen und begleiten wollen.

Einladungen zu gemein­samen Treffen. Oft ist sie einfach nur da und kann angesprochen werden, wenn Angehörige oder Mieterinnen mal jemanden zum Reden brauchen. Außerdem wird die Wohngemeinschaft von einem Beirat fachlich unter­stützt und beraten.

Wohnen im Quartier Die Wohngemeinschaften werden in bestehenden Wohngebäuden möglichst mitten im Stadtteil eingerich­tet, spezielle Umbaumaß­nahmen sorgen für altersge­rechte, den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz angemessene Wohn- und Lebensqualität. Sie können trotz ihrer nachlassenden Fähigkeiten in der gewohnten Umgebung bleiben und in Nachbarschaft mit anderen Familien am Leben teilhaben.

Gemeinsam den Alltag gestalten Das am normalen Alltag orientierte Leben in einer überschaubaren Gruppe ist für Demenzkranke besonders wichtig. Man trifft sich beim Frühstück, kocht gemeinsam, wäscht ab, kümmert sich um die Wäsche, besucht sich gegenseitig oder unternimmt gemeinsame Freizeitaktivi­täten. Alles geschieht mit Unterstützung und Beglei­tung von Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes. Sie legen Wert darauf, dass die Mieter ihren gewohnten Tages- und Lebensrhythmus beibehalten können.

WG2.jpg

Begleitung und Pflege rund um die Uhr Die Mitarbeitenden sind rund um die Uhr anwesend und garantieren Sicherheit auch in den oft schwierigen Nachtstunden. Sie sorgen für Hilfen in der Hauswirtschaft, kümmern sich um die Gesundheit, das Wohlbefin­den und die Pflege. Sie sind besonders im Umgang mit Menschen mit Demenz ge­schult und stellen sich auf unterschiedliche Bedürfnisse und Gewohnheiten ein. In der überschaubaren Wohngemeinschaft erfahren die Menschen so Sicherheit und Vertrautheit angesichts der nachlassenden Fähig­keiten, sich in Raum und Zeit zu orientieren. Sie knüpfen Beziehungen zu Personen, die sie verlässlich begleiten, sie im Alltag unterstützen.

Hansjürgen Falk-Dietrich

 

ZEDA hilft

logo.gif

Unterstützung erhält die Wohngemeinschaft von einer Mitarbeiterin von ZEDA (Zentrum für Menschen mit Demenz und Angehörige). Sie sorgt für die Begleitung beim Einzug, vermittelt in schwierigen Situationen, koordiniert notwendige Hilfen, oder verschickt Einladungen zu gemeinsamen Treffen. Oft ist sie einfach nur da und kann angesprochen werden, wenn Angehörige oder Mieterinnen mal jemanden zum Reden brauchen. Außerdem wird die Wohngemeinschaft von einem Beirat fachlich unterstützt und beraten.

Wenn Sie mehr über diese neue Wohnform erfahren möchten, wenden Sie sich an:

ZEDA - Zentrum für Menschen mit Demenz und Angehörige, Frau Schwalm, Tel. (05 61) 2 14 14 oder an Ihre Diakoniestation

 

Text zum Download hier klicken:

Seite1

Seite2