Mario Wiegel

...Älterwerden dürfen

 
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Statistik

Statistik: Bevölkerung schrumpft weiter und vergreist


Das Statistische Bundesamt präsentiert Modellrechnungen zur Entwicklung der Bevölkerungszahl in Deutschland bis 2050.
Berlin (dpa) - Die Bevölkerung in Deutschland wird bis 2050 weiter schrumpfen und vergreisen. Dann dürfte es ungefähr doppelt so viele 60-Jährige geben wie Neugeborene. Derzeit ist deren Zahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in etwa ausglichen.

Bis zum Jahr 2050 geht die Zahl der Bundesbürger nach Annahmen der Statistiker von 82,4 Millionen auf 69 bis 74 Millionen zurück. «Die Bevölkerungspyramide wird sich bis 2050 umgekehrt haben», sagte der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Walter Radermacher, am Dienstag in Berlin.
Die von ihm präsentierten Zahlen aus der neuen koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung bestätigen die bisher schon erkennbaren langfristigen Trends des demographischen Wandels. Als Grund für den Bevölkerungsschwund nannte Radermacher das weiter ansteigende jährliche Geburtendefizit. Im vergangenen Jahr waren 144 000 mehr Menschen gestorben als auf die Welt gekommen. Diese Differenz droht auf voraussichtlich 600 000 im Jahr 2050 anzusteigen.
Wollte man den aktuellen Altenquotienten - das Verhältnis von Rentnern zu den 20- bis 65-Jährigen - auch künftig auf dem aktuellen Stand von 32 zu 100 halten, müsste man nach den Worten von Radermacher das Renteneintrittsalter «rein rechnerisch» auf 74 bis 75 Jahre im Jahr 2050 anheben. Der Vizepräsident betonte, es handele sich bei den vorgestellten Daten um keine Prognose, sondern um Hochrechnungen auf der Basis unterschiedlicher Annahmen.


Pressemitteilung des DV, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Die alternde Gesellschaft vor Ort gestalten

Deutscher Verein fordert Kommune zu konstruktivem Umgang mit alternder Bevölkerung auf

Der Vorstand des Deutschen Vereins hat in Berlin Empfehlungen zur Gestaltung der sozialen Infrastruktur in den Kommunen verabschiedet. Damit soll ein offensiver und konstruktiver Umgang mit der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung gefördert werden.

Politik für ältere Menschen muss mehr als kommunale Altenpolitik sein. Sie muss fach- und ressortübergreifend die Lebensbedingungen und die Infrastruktur in den Kommunen so gestalten, dass Menschen so lange wie möglich ein selbstständiges und selbst bestimmtes Leben führen können. Dass Miteinander der Generationen muss gefördert werden.

Der Deutsche Verein ist das bundeszentrale Forum der Kommunen und der Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und Vertreter der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrungen die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme und der Pflege und Rehabilitation.

 

 

Kommentare 

 
0 #1 Der Demograf 2010-11-07 11:54
Im November 2009 ist die 12. Bevölkerungsvor ausberechnung des Statistischen Bundesamtes erschienen. Demach wird bis 2060 ein Rückgang der Einwohnerzahl in Deutschland auf 65 bis 70 Mio. erwartet.

Seit gestern gibt es zu dem Thema eine neue Seite von mir mit Informationen und Gedanken zu den Folgen bzgl. Infrastrukturpr ojekten wie Stuttgart 21 und einer Bedarfsprognose und der Finanzierbarkei t der Plegequalität in der Altenpflege bis 2060 - siehe

bevoelkerungsrueckgang-demografie.blogspot.com/

Ich bin kein notorischer "Schwarzseher", wie man bei der Lektüre vielleicht meinen könnte und hoffe natürlich, dass sich alles positiver entwickelt ...

Der Demograf
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