Die Tabellen, die der Berichterstattung zugrunde lagen liegen mir mittlerweile vor, sie können über die Links am Ende des Artikels1 aufgerufen werden.
Die Fakten:
Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die Auszahlungen der gesetzlichen Rentversicherung, zusätzliche Leistungen privater oder betrieblicher Altersvorsorge sind in den Tabellen nicht berücksichtigt. Das die durchschnittliche Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei knapp 1.000 € liegt dürfte allgemein bekannt sein, die Zahl wurde oft genug bemüht. Die Aussagekraft einer solchen Zahl ist eher abstrakt und gering. Schaut man sich hingegen die Verteilung der Renten an, wird rasch deutlich, was mit der "neuen Altersarmut" gemeint ist.
48,2 Prozent der Rentenbezieher erhalten tatsächlich ein Rente von unter 700 Euro (29,1 Prozent sogar unter 500 Euro.), etwas weniger, nämlich 42,3 Prozent erhalten eine Rente zwischen 700 und 1.400 € und 9,5 % der Rentenempfänger erhalten mehr als 1.400 €.
Zu den Renten können betriebliche und private Renten, sowie Einkünfte aus Kaptalerträgen, Vermietung und Verpachtung etc. hinzu kommen. Einige "Minirenten" resultieren sicherlich auch aus Rentenversicherungsanprüchen, die als Angestellte erworben wurden, bevor der Schritt in die Selbständigkeit erfolgte.
Die Zahl der Bezieher von Mehrfachrenten wurde von der Bundeszentrale für Politische Bildung2 für das Jahr 2008 mit 19,6 Prozent beziffert, Informationen übe die Zahl von Selbständigen Rentenbeziehern liegen mir nicht vor.
Die Tabelle mit den Neuzugängen von Renten im Jahr 2012 bietet weiteren Anlass zur Sorge. Hier liegt der Anteil der Renten von unter 700 € bei bedenklichen 54,8 Prozent.
Downloads:
Rentenschichtung im RTBN 2012.pdf
Rentenschichtung im RTZN 2012.pdf




